Das Suchen von Ostereiern ist seit Jahrhunderten eine gern gesehene Tradition

Mai 11, 11 Das Suchen von Ostereiern ist seit Jahrhunderten eine gern gesehene Tradition

An jedem Ostersonntag freuen sich Groß und Klein in Deutschland auf einen ganz besonderen Brauch. Ostereier suchen die Christen in der westlichen Welt bereits seit Jahrhunderten an diesem Tag. Während einst das Osterei das zentrale Symbol für dieses Gedenkfest darstellte, ist es heute mehr denn je zu einer Süßigkeit geworden. Ob mit Schokolade, Cremefüllung oder Marzipan, Gummibärchen oder gar Fleisch- und Chips-Geschmack wie in den USA teilweise der Fall – beim Ostereiersuchen wird man immer häufiger mit exotischsten Funden überrascht. Eine Tradition in Hinsicht auf das Ostereiersuchen besagt, dass bereits die Heiden in der Zeit der Bekehrung zum Christentum diesem Brauch nachgingen.

Für viele antike Völker und Religion gilt das Ei als wichtiges und bedeutsames Symbol

Nicht nur im Christentum, sondern in vielen Religionen spielt das Ei eine symbolisch relevante Rolle, die es nicht zu unterschätzen gilt. Auch haben schon antike Völker wie die Griechen und Ägypter im Rahmen ihrer Frühlingsfeste mit Eiern gefeiert. Damals wurden diese teilweise bereits bemalt und an andere weitergeschenkt, jedoch spielte der an eine Schnitzeljagd erinnernde Akt, wie man es vom Suchen von Ostereiern heutzutage kennt, noch keine große Rolle. Symbolisch ist traditionell auch der Umgang mit Ostereiern während der Fastenzeit bis Pfingsten, die dem Osterfest stets folgt. Früher wurden die in dieser Zeit gelegten Eier hart gekocht und später verzehrt. Heute ist dies bei gläubigen Christen, die noch immer fasten, ebenfalls ein häufig gesehener Brauch.

Der griechische Mythos vom rot gefärbten Ei zeugt von den Traditionen des Ei-Bemalens

Das Dekorieren und Färben von Ostereiern kennt man, wie beschrieben, bereits von antiken Völkern, wie den Griechen. Im Christentum werden im Rahmen des Suchens von Ostereiern diese ebenfalls seit Jahrhunderten dekoriert und bemalt. Wer es sich in früheren Zeiten leisten konnte, wickelte die Eier in Blattgold ein. Alternativ stand zur Auswahl, die Eier mit Blättern und Sträuchern zu kochen, damit diese so etwas Farbe erhalten konnten. Ein griechischer Mythos besagt, dass Maria Magdalena einst dem römischen Kaiser von der Wiederauferstehung Jesus Christus berichtete, dieser jedoch kein Wort davon glaubte, und behauptete, dass dies so wahr sei, wie die rote Schale am gerade gelegten, weißen Ei neben diesem. In diesem Moment färbte sich das Ei rot und der Kaiser glaubte die Nachricht der Wiederauferstehung.

Auch heute wird in vielen Teilen am Ostersonntag noch fleißig nach Eiern gesucht

In Deutschland bzw. im deutschsprachigen Raum werden Ostereier heutzutage zunächst bemalt und anschließend dekoriert. Dies gelingt durch das Eintauchen der Eier in entsprechend gefärbtes Wasser. Anschließend kommen sie entweder in das Osternest oder werden Einzeln versteckt. Je auch Wetter sieht man dafür das Haus oder den Garten bzw. Park und Hof vor. Vor allem Kinder erfreuen sich an diesem Spaß, sodass die Bildungsstätten in Deutschland häufig bereits im Voraus, an christlichen Schulen bzw. Kitas eher im Nachhinein diesen Akt gemeinsam noch einmal wiederholen. Allerdings ist dies längst nicht überall der Fall. Traditionell gilt das Ostereier suchen auf dem Land als wichtigerer Brauch im Rahmen des Osterfestes als in dichter besiedelten Regionen.

Foto: Gunnar Assmy – Fotolia.com

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