Gefeiert wird Ostern stets zwischen Ende März und Ende April bis Pfingsten

Mrz 16, 11 Gefeiert wird Ostern stets zwischen Ende März und Ende April bis Pfingsten

Ostern gilt als einer der wichtigsten Feiertage für die Christen. An diesem gedenkwürdigen Tag ist der Religion nach die einmal im Jahr stattfindende Gedächtnisfeier zur Auferstehung Jesu Christi im Vordergrund stehend. Dabei fällt Ostern stets auf einen Sonntag, und zwar auf jenen, der auf den ersten Frühlingsvollmond folgt. Im Gregorianischen Kalender liegt dieser Tag demnach stets zwischen dem 22. März und 25. April eines Jahres. Erst seit dem 4. Jahrhundert wird dieser Gedenkfeiertag als 3-Tages-Fest gefeiert, zuvor galt er als Einheitsfeier für das Leidensgedächtnis und die Auferstehung darauf. Seit der Einführung der Drei-Tages-Feier beginnen die Gottesdienste stets am Vortag des Karfreitags, an dem Jesus sein letztes Abendmahl einnahm – dem Abend des Gründonnerstags – und gehen über den Karsamstag, an dem der Herr laut Religion im Grabe ruhte, bis hin zum Beginn der neuen Woche, den der Ostersonntag darstellt.

Das Fest hat sich über die Jahrhunderte hinweg von seinem Ursprung abgewandelt

Während heutzutage mit dem Ostermontag Ostern endet, wurde früher bis hinein ins Mittelalter noch weit länger gefeiert und zwar bis zum Ende der Woche. Ab Ostersonntag beginnt die 50-tägige Freudenzeit, welche bis Pfingsten anhält. Weshalb die deutsche Übersetzung vom lateinischen Wort Pascha so umgeändert wurde, ist fraglich. Viele Christen sehen darin eine Ableitung der Himmelsrichtung Osten, welche bekannt für die aufgehende Sonne ist. Im Christentum wird dies gleichgesetzt mit dem auferstandenen und zurückgekehrten Jesus Christus. In anderen Sprachen sieht man die Verwandtschaft zum lateinischen Ursprungswort deutlicher. Im Spanischen heißt Ostern Pascua, im Türkischen Paskalya, im Französischen Pâques und im Italienischen Pasqua.

Fremde Länder, fremde Sitten – auch in Hinsicht auf die Bräuche dieses Kirchenfestes

Ostern wird in den unterschiedlichsten Ländern der Welt gefeiert – etwa in allen Staaten, die eine christliche Religionsprägung vorweisen. Dabei findet man die verschiedensten Bräuche und Sitten anlässlich dieses Festes vor. Während in den meisten westlichen Ländern das Suchen von Ostereiern und das familiäre Beisammensein im Vordergrund stehen, wird in anderen Ländern eher beim Osterschießen teilgenommen oder eine Osterpostkarte geschrieben. Sehr exotisch diesbezüglich geht es in Ungarn vor, wo die Männer zum Anlass dieses Festes die Frauen mit Parfum besprayen. Dieses Ereignis findet stets am Ostermontag statt. In Nachbarländern Ungarns wird zwar Ähnliches wie in Ungarn veranstaltet, jedoch mit Wasser anstatt mit Parfum. In den Niederlanden wiederum stehen Osterzwerge ganz hoch im Kurs. In den meisten Ländern darf am Ostersonntag keine Diskothek geöffnet haben und kein Alkohol öffentlich ausgeschenkt werden.

Das Osterfest wird als Frühlingsfest wie viele andere Feste auch seit Jahrtausenden gefeiert

Das Osterfest ist ein typisches Frühlingsfest, welches von vielen Religionen gefeiert wird. Die angenehmere Jahreszeit, zumindest in den westlichen Hemisphären, lässt Frühlingsfeste häufig groß ausfallen, da die Menschen wieder aktiver werden und des Öfteren den Weg in die Natur suchen. Allein deshalb gilt das Sammeln, Verstecken und Suchen von Ostereiern in Parks, sowie das anschließende Osterpicknick im Freien als typischer Brauch in Deutschland. Doch bereits vor der Zeit des Christentums wurden solche Frühlingsfeste gefeiert. Das geht aus der Geschichte vieler antiker Völker hervor. Die Phryger glaubten etwa, dass ihre Gottheit sich zum Zeitpunkt der Wintersonnenwende zur Ruhe setzte und nun wieder auferstehen würde.

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